
iPhone Kamera Einstellungen: Die besten für Fotos & Videos
Die iPhone Kamera gehört mittlerweile zu den besten Smartphone-Kameras überhaupt. Doch selbst die beste Kamera bringt dir wenig, wenn die wichtigsten Einstellungen falsch gesetzt sind. Mit den richtigen iPhone Kamera Einstellungen kannst du deutlich schärfere Fotos, natürlichere Farben und professionellere Videos aufnehmen.
In diesem Beitrag zeige ich dir Schritt für Schritt, welche Kamera Einstellungen du am iPhone ändern solltest, welche Auflösung sich wirklich lohnt und mit welchen kleinen Tricks deine Fotos deutlich besser aussehen. Die Kamera Einstellungen gelten für iPhone 17, iPhone 16 und iPhone 15 gleichermaßen, ältere Modelle bieten lediglich einzelne Optionen wie 48 MP oder Apple Log nicht.
Schnellüberblick: Die wichtigsten Einstellungen
Meine Empfehlung: Video: 4K mit 30 FPS · Fotos: 24 MP (48 MP für wichtige Motive) · Format: High Efficiency · Raster und Wasserwaage an · Objektivkorrektur an
Alle Einstellungen findest du unter Einstellungen → Kamera. So sieht die Übersicht aus, wenn alles richtig konfiguriert ist:

Die besten Video Einstellungen am iPhone
Für die meisten Nutzer ist 4K mit 30 FPS optimal. Diese Kombination bietet eine sehr gute Bildqualität, flüssige Bewegungen und gleichzeitig noch eine vernünftige Dateigröße. 4K mit 60 FPS würde ich hauptsächlich verwenden, wenn du sehr schnelle Bewegungen filmst oder das Material später verlangsamen möchtest. Für einen eher filmischen Look kannst du dagegen 4K mit 24 FPS ausprobieren.
Eine Übersicht aller Video-Optionen deines Modells findest du auch direkt bei Apple Support: Einstellungen für Videoaufnahmen ändern.
Gehe zu Einstellungen → Kamera → Video aufnehmen und wähle 4K (30 fps). Das ist meine Empfehlung für den Alltag.

Scrolle in den Video Einstellungen weiter nach unten. Aktiviere Verbesserte Stabilisierung, HDR-Video und Kamera sperren. Letzteres sorgt dafür, dass das iPhone während der Aufnahme nicht automatisch zwischen den Kameras wechselt.
Eine weitere wichtige Einstellung ist Weißabgleich sperren. Dadurch verändert sich die Farbtemperatur während einer laufenden Videoaufnahme nicht plötzlich. Ohne diese Einstellung kann es passieren, dass ein Bild während des Filmens plötzlich wärmer oder kälter wird.

Willst du in Zeitlupe aufnehmen? Dann gehe in die Kamera Einstellungen und tippe auf Slo-Mo aufnehmen. Wähle hier 4K (120 fps) für die beste Qualität. Beachte: Eine Minute Slo-Mo in 4K benötigt rund 800 MB Speicher.

Wenn dein iPhone den Kinomodus (Cinematic Mode) unterstützt, wähle unter Einstellungen → Kamera → Kinovideo aufnehmen eine möglichst hohe Auflösung. Für den typischen Film-Look eignet sich 4K mit 24 FPS. 24 Bilder pro Sekunde werden seit Jahrzehnten bei vielen Filmen verwendet und sorgen für die typische Bewegungsdarstellung, die wir mit Kino verbinden.

Unter Einstellungen → Kamera → Ton aufnehmen wählst du bei unterstützten Modellen 3D-Audio. Aktiviere außerdem Windgeräusche reduzieren, besonders bei Außenaufnahmen macht das einen spürbaren Unterschied. Wenn Musik während einer Videoaufnahme nicht gestoppt werden soll, schalte zusätzlich Audiowiedergabe erlauben ein, praktisch für kurze Social-Media-Clips.
Bei 3D-Audio stehen dir in der späteren Bearbeitung je nach Aufnahme zusätzliche Audiomodi zur Verfügung, beispielsweise für eine stärkere Stimmenbetonung oder einen räumlicheren Klang.
Formate und Auflösung: High Efficiency, 24 MP und 48 MP
Öffne am iPhone Einstellungen → Kamera → Formate. Hier legst du fest, wie viel Speicher deine Fotos und Videos brauchen, wie viele Details das iPhone speichert und welche Kamera Auflösung du einstellen willst.

Hier kannst du normalerweise zwischen High Efficiency und Maximale Kompatibilität wählen. Für die meisten Nutzer empfehle ich High Efficiency. Das iPhone verwendet dabei moderne Formate wie HEIF und HEVC, die bei vergleichbarer Qualität deutlich weniger Speicher benötigen. Maximale Kompatibilität kann sinnvoll sein, wenn du häufig Dateien mit älteren Programmen oder Geräten austauschst.
Bei kompatiblen iPhones kannst du unter Fotomodus die Fotoauflösung von 12 auf 24 MP erhöhen. 24 MP sind für den Alltag meiner Meinung nach der beste Kompromiss: Du erhältst sichtbar mehr Details als bei 12 MP, ohne dass die Dateien so groß werden wie bei permanenten 48-MP-Aufnahmen.
Wenn dein iPhone eine 48-Megapixel-Hauptkamera besitzt, aktiviere zusätzlich die Auflösungssteuerung. Danach kannst du direkt in der Kamera-App zwischen verschiedenen Auflösungen wechseln. Für besonders wichtige Fotos, Landschaften oder Motive mit vielen Details lohnt sich 48 MP. Für Schnappschüsse reichen meistens 24 MP vollkommen aus.
Tipp: 48-MP-Fotos brauchen rund das Vierfache an Speicher. Wenn der Platz knapp wird, hilft unser Guide iPhone doppelte Fotos löschen.
Apple ProRAW und Apple Log: Nur für die Nachbearbeitung
Apple ProRAW: Wenn dein iPhone Apple ProRAW unterstützt, kannst du damit besonders viele Bildinformationen speichern. RAW-Dateien eignen sich vor allem, wenn du deine Fotos anschließend beispielsweise in Adobe Lightroom bearbeiten möchtest. Der Nachteil ist die deutlich größere Dateigröße. Für normale Fotos brauchst du ProRAW deshalb nicht dauerhaft eingeschaltet zu lassen.
Apple ProRes: Pro-Modelle können Videos zusätzlich in Apple ProRes aufnehmen. iPhone ProRes liefert nahezu unkomprimiertes Material für den professionellen Schnitt, benötigt aber bis zu 6 GB pro Minute in 4K. Nur einschalten, wenn du gezielt für eine Nachbearbeitung in Final Cut oder DaVinci Resolve filmst.
Apple Log: Einige Pro-iPhones unterstützen Videoaufnahmen im Apple Log Format. Die Videos wirken zunächst deutlich flacher und kontrastärmer, das ist beabsichtigt. In der Nachbearbeitung hast du dadurch wesentlich mehr Möglichkeiten bei Farben, Kontrast, Schatten und Highlights. Für normale Familienvideos oder Social-Media-Aufnahmen ist das Standardformat meist die bessere Wahl.
iPhone Kameraeinstellungen beibehalten und Live Fotos ausschalten
Unter Einstellungen → Kamera → Einstellungen beibehalten legst du fest, welche iPhone Kameraeinstellungen sich die Kamera-App merkt. Genau hier kannst du auch die Live Fotos dauerhaft ausschalten.
Kameramodus: Besonders praktisch. Wenn du zuletzt den Videomodus verwendet hast, startet die Kamera beim nächsten Öffnen wieder dort. Auch Live Photo oder Auflösungssteuerung lassen sich auf Wunsch speichern.
Live Fotos dauerhaft ausschalten: Wenn du Live Fotos (Live Photos) kaum nutzt, aktiviere unter Einstellungen beibehalten den Punkt Live Photo. Öffne anschließend die Kamera-App und deaktiviere Live Photo einmal. Das iPhone merkt sich die Einstellung und du musst Live Fotos nicht bei jedem Start erneut ausschalten.
Lauter-Taste für Serienbilder, QR-Codes und Texterkennung
Lauter für Serie verwenden: Aktiviere diese Option. Anschließend kannst du die Lauter-Taste gedrückt halten, um eine Serienaufnahme (Burst) zu starten und schnell mehrere Fotos hintereinander aufzunehmen. Serienbilder am iPhone gehen so ohne Umweg über das Menü. Ideal für Kinder, Tiere, Sport, Fahrzeuge und andere bewegte Motive. Damit steigt die Chance erheblich, genau den richtigen Moment zu erwischen.

QR-Codes scannen: Lass diese Einstellung aktiviert. Dadurch erkennt deine normale Kamera-App QR-Codes automatisch, du brauchst keine separate QR-Code-App.
Erkannten Text anzeigen: Richtest du deine Kamera auf ein Dokument, Schild oder eine Telefonnummer, erkennt das iPhone den Text automatisch. Du kannst ihn anschließend kopieren und in Nachrichten, Notizen oder Safari einfügen.
Komposition: Raster, Wasserwaage und Rahmen
Eine der wichtigsten iPhone Kamera Einstellungen ist das Raster. Zusammen mit der Wasserwaage sorgt es schon ohne weitere Bearbeitung für deutlich bessere Bildkompositionen.
Raster einschalten: Unter Einstellungen → Kamera → Raster am iPhone einschalten. In der Kamera erscheinen anschließend Hilfslinien. Dadurch kannst du Motive einfacher nach der Drittelregel beziehungsweise dem goldenen Schnitt positionieren.

Wasserwaage einschalten: Sie hilft dir, das iPhone gerade zu halten. Besonders praktisch bei Landschaftsfotos, Architektur, Fotos von oben und Produktaufnahmen. Schiefe Horizonte lassen sich dadurch vermeiden. Abseits der Kamera gibt es übrigens auch eine versteckte Wasserwaage in der Maßband-App.
Außerhalb des Rahmens anzeigen deaktivieren: Ist die Funktion aktiviert, zeigt das iPhone zusätzlich Bildbereiche außerhalb des später aufgenommenen Fotos. Das kann bei der Bildkomposition verwirrend sein. Deaktivierst du die Funktion, siehst du bereits vor der Aufnahme genauer, was tatsächlich auf deinem Foto landet.
Fotoaufnahme: Brennweite, Porträts, Objektivkorrektur und Makro
Im Abschnitt Fotoaufnahme der Kamera-Einstellungen findest du einige Optionen, die direkt die Bildqualität beeinflussen. So sollten sie eingestellt sein:

24 mm, 28 mm oder 35 mm: Neuere iPhones ermöglichen unterschiedliche Brennweiten für die Hauptkamera. Für die maximale Flexibilität verwende ich normalerweise 24 mm. 35 mm kann dagegen besonders bei Street Photography oder Personenaufnahmen sehr interessant aussehen.
Porträts im Fotomodus aktivieren: Dadurch speichert das iPhone bei geeigneten Motiven zusätzliche Tiefeninformationen. Ein normales Foto kannst du anschließend in der Fotos-App nachträglich in ein Porträt mit unscharfem Hintergrund umwandeln.
Schnellere Aufnahmen priorisieren deaktivieren: Diese Funktion kann bei sehr schnellen Bildserien die Verarbeitung verändern, damit das iPhone schneller weitere Fotos aufnehmen kann. Wenn dir maximale Bildqualität wichtiger ist als Geschwindigkeit, schalte sie aus.
Objektivkorrektur am iPhone einschalten: Unbedingt aktivieren. Besonders beim Ultraweitwinkel und bei der Frontkamera können am Rand leichte Verzerrungen entstehen. Das iPhone korrigiert diese automatisch und sorgt für natürlichere Proportionen.
Makrosteuerung aktivieren: Bei sehr kleinen Aufnahmeabständen erscheint dann ein kleines Makro-Symbol. Du kannst selbst entscheiden, ob das iPhone in den Makromodus wechseln soll, denn der automatische Wechsel liefert nicht in jeder Situation die beste Bildqualität.
Hinweise zum Reinigen des Objektivs aktivieren: Bei neueren iOS-Versionen kann das iPhone auf eine verschmutzte Kameralinse hinweisen. Schon ein kleiner Fingerabdruck sorgt dafür, dass Fotos milchig wirken und Lichtquellen starke Reflexionen erzeugen.
Tipp: Linse vor wichtigen Aufnahmen kurz mit einem Mikrofasertuch abwischen. Das bringt oft mehr als jede Einstellung.
Fazit: Mit den richtigen iPhone Kamera Einstellungen deutlich bessere Fotos machen
Du brauchst nicht zwingend eine teure Kamera, um hochwertige Fotos und Videos aufzunehmen. Moderne iPhones bieten bereits eine extrem leistungsfähige Kamera – entscheidend ist allerdings, dass du die richtigen Einstellungen verwendest.
Besonders wichtig sind meiner Meinung nach 24 beziehungsweise 48 Megapixel für Fotos, 4K mit 30 FPS für Videos, Raster und Wasserwaage sowie die richtige Verwendung von HDR, Stabilisierung und Objektivkorrektur. Wenn du diese Einstellungen einmal richtig konfigurierst, musst du dich anschließend kaum noch damit beschäftigen und kannst deine iPhone Kamera im Alltag deutlich besser nutzen. Weitere iPhone Kamera Tipps zum Fotografieren: Störende Personen oder Objekte entfernst du nachträglich mit der Funktion iPhone Fotos bereinigen direkt in der Fotos-App.
FAQ: Häufige Fragen zu den iPhone Kamera Einstellungen
Für den Alltag 4K mit 30 FPS. Sie bietet sehr gute Bildqualität bei vernünftiger Dateigröße. 4K mit 60 FPS lohnt sich für schnelle Bewegungen oder Zeitlupen, 4K mit 24 FPS für einen filmischen Look.
24 MP als Standard. Das ist der beste Kompromiss aus Details und Dateigröße. 48 MP nur für besonders wichtige Fotos, Landschaften oder Motive mit vielen Details, am besten über die Auflösungssteuerung direkt in der Kamera-App.
High Efficiency. Das iPhone nutzt dann HEIF und HEVC, die bei gleicher Qualität deutlich weniger Speicher brauchen. Maximale Kompatibilität nur, wenn du häufig Dateien mit älteren Programmen oder Geräten austauschst.
Nur wenn du deine Fotos und Videos anschließend professionell bearbeitest, etwa in Lightroom, Final Cut oder DaVinci Resolve. Apple ProRes am iPhone erzeugt riesige Dateien. Für normale Fotos und Familienvideos ist das Standardformat die bessere Wahl, weil die Dateien deutlich kleiner sind.
Live Fotos (Live Photos) am iPhone ausschalten geht dauerhaft nur über Einstellungen → Kamera → Einstellungen beibehalten: Dort den Punkt Live Photo aktivieren, dann in der Kamera-App Live Photo einmal deaktivieren. Das iPhone merkt sich die Einstellung anschließend.
Ja. Die iPhone 17 Kamera Einstellungen, iPhone 16 Kamera Einstellungen und iPhone 15 Kamera Einstellungen sind in iOS nahezu identisch aufgebaut. Unterschiede gibt es nur bei Pro-Funktionen wie 48 MP, Apple Log, ProRes oder 4K mit 120 FPS, die ältere Modelle nicht anbieten.
Aktiviere unter Einstellungen → Kamera die Option Lauter für Serie. Anschließend startet das iPhone eine Serienaufnahme, sobald du die Lauter-Taste gedrückt hältst. Alternativ ziehst du den Auslöser in der Kamera-App nach links.
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